frauzett-Hafen-Dresden

Erkältung, Bürokram und meine gechillte Base

Leben
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Donnerstag, 7:30Uhr. Eine Erkältung steckt mir in den Gliedern. Ich nehme mir den halben Tag frei. Selbstständigkeit sei Dank, kann ich das relativ problemlos.

Laptop, Smartphone, Kaffee, etwas Obst, eine Kanne Thymiantee- alles, was ich brauche, um im Bett liegend meinen Bürokram zu erledigen. E-Mails beantworten, Rechnungen und Angebote schreiben. Außerdem Fotos bearbeiten sowie Texte schreiben. Bis zum Mittag werkele ich an meiner Website herum.

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Ich spüre die innere Ruhe und Muse, mich durchs Dashboard zu klicken. Entspannt probiere ich aus, verwerfe wieder, mache Fehler, helfe mir selbst weiter. Dann plötzlich Fragezeichen in meinem Kopf. Ich verstehe bestimmte Fachbegriffe nicht, vermag sie mir auch nicht herzuleiten aus dem Englischen. Frust will aufkommen. Mein Kopf ist voll. Mein Gehirn braucht eindeutig eine Denkpause. Blick aus dem Fenster. Himmelsblau und Sonne strahlen um die Wette. Wie lange arbeitslagere ich hier schon?

Ich will raus ins Licht, in dieses Gleißen, das schon Frühlingswärme verspricht.

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Bisschen frisch machen, bisschen Make up, bisschen Lieblingsklamotten. Und los. Mein Körper leicht schwach, mein Geist hingegen knallwach.

Kaum zwei Minuten im Sonnenlicht, fluten Endorphine meine Blutbahnen.

Es zieht mich zur Elbe, wie gefühlt halb Dresden. So viele Menschen sind hier sonst nur am Wochenende unterwegs. Doch sie alle zieht es raus ans Licht. Wir sind wie Höhlenmenschen nach einem langen, harten Winter- ungestüm, wild und laut durcheinander laufend, radelnd, schwatzend. Freude und Lust liegen in der Luft.

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Ich habe große Lust, spazieren zu gehen, also gehe ich. Erneut spüre ich die innere Ruhe und Muse. Das ist ein neues Gefühl für mich. Etwas in vollem Bewusstsein zu tun. Ganz bei der Sache zu sein. So gehe ich. Gehe und freue mich über mich selbst. Freue mich darüber, dass ich vorhin nachsichtig mit mir selbst war. Statt mich schlecht zu machen, weil ich etwas nicht verstehe, habe ich mir eine Pause verordnet.

Wollte ich nicht den halben Tag freimachen? Stattdessen war ich während der letzten Stunden schwer vertieft in learning-by-doing. Ganz bei der Sache, in vollem Bewusstsein. Eigenlob ist an dieser Stelle sehr angebracht.

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Etwas hat sich verändert in mir drinnen. War Gelassenheit bisher ein Fremdwort für mich, finde ich mich neuerdings an einer, wie meine Tochter sagen würde, gechillten Base wider. Im Gehen spüre ich in jeden Winkel meines Körpers. In Erwartung eines Zipfelchens Angst irgendwo. Doch die ist da nicht. Die Angst ist nicht mehr da.

Mein halber Tag frei ist um. Dieser Text wabert durch mein Hirn. Und ich möchte ihn unbedingt noch da raushaben bevor ich mich furchtlos in meine Abendkurse stürze.

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„Ev’rything you want is on the other side of fear“

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