BlogMas: 3. Dezember. Monatsrückblick: Meine Highlights im November

November, der ungeliebte Schmuddel-Monat. Eingeklemmt zwischen dem meist goldenen Oktober und dem immer zauberhaften Dezember fristet der November sein graues Sandwich-Dasein. Die letzten wärmenden Herbsttage vergehen lautlos in ersten kalten Nächten, um in morgendlichen Nebelschwaden zu neuen, farbloser werdenden Tagen zu erwachen.

Passend dazu hatte ich mir eine fette Erkältung zugezogen, welche mich für ein Woche ans Bett gefesselt hatte. Immerhin konnte ich so drei Tage dieses November-Grauens verschlafen. Nichts ging mehr. Von einem Tag auf den anderen war ich ausgeknockt.

Dennoch hielt der November auch sehr viel Schönes für mich bereit.

Meine Highlights im November

Lifestyle

Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz

Ich lebe nun schon einige Jahre in Dresden. Ich wohne sogar 60m von der Pulsnitzer Straße entfernt. Und hatte noch nie vom Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz gehört. Pulsnitzer Lebkuchen als regionale Spezialität hatte ich sehr wohl auf dem Schirm. Nicht jedoch diesen herrlichen Markt.
Immer am ersten November-Wochenende findet der Pfefferkuchenmarkt statt. Alle Hersteller von Pfefferkuchen, die sogenannten Pfefferküchler, präsentieren ihre köstlichen Gebäcke. Es gibt ein Pfefferkuchen-Museum, in welchem man beim Schaubacken den Profis aufs Handwerk schauen kann.
Außerdem ein dreitägiges Programm mit Ausstellungen und Konzerten und einem kunterbunten Markt, der sich fröhlich durch das gesamte Örtchen zieht.
Unbedingt einen Abstecher wert ist die Parkanlage hinter dem Pulsnitzer Schloß. Verwunschene Wege durch einstiges Sumpfgebiet laden zum Spazieren und Märchen erzählen ein.
Selbstredend habe ich mich mit allerlei Pfefferkuchen eingedeckt. Könnte bis Weihnachten reichen.

München

Es war ein klitzekleiner Besuch in Bayerns Landeshauptstadt. Dennoch so beeindruckend schön, dass ich unbedingt wiederkehren möchte. Mehr als Schloß Nymphenburg und die Außenanlagen des Botanischen Gartens habe ich nicht sehen können. Die Zeit für ausgiebiges Seightseeing war knapp.

Schlafzimmer Makeover

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele deutsche Schlafzimmer nicht entsprechend des Zweckes eingerichtet sind, dem sie dienen sollten: Rückzug, Entspannung, Erholung, Schlaf.
Unser Schlafzimmer war seit unserem Wohnungsbezug vor acht Jahren eine ständige Baustelle. Chaotisch, unstrukturiert, ungemütlich. Die Tür zum Raum war immer geschlossen, denn diese Rumpelkammer war nicht vorzeigbar. Ein Schlafzimmer Makeover – überfällig!

Den unruhigen, bisweilen schlechten Schlaf kann man eine ganze Weile ignorieren. Und auf andere Faktoren schieben. Fakt ist: ein unordentliches Schlafzimmer beschert unordentlichen Schlaf. Nicht, dass dies eine neue Erkenntnis für mich wäre. Doch nach zwei Wochen in unserem neuen, hyggeligen Schlafzimmer bestätigt diese sich für mich.

Zunächst haben wir dem Zimmer einen neuen weißen Anstrich verpasst. Boah, dieses Strahlen! Farbe an den Wänden habe ich ziemlich schnell über. Aus diesem Grund arbeite ich lieber mit farbigen Dekorationselementen. Die lassen sich dann bei Bedarf viel schneller austauschen als eine neue Wandfarbe.

Danach mussten Möbelstücke weichen: mein altes 1,40m-Bett aus Studententagen und eine Ikea-Kommode. Die verbliebenen zwei Kommoden, den Kleiderschrank und das neue, 1,80m(!)-Polsterbett haben wir anders im Raum gestellt. Und so, wie von Zauberhand, mehr Platz geschaffen. Sämtlicher herumliegender und -stehender Kram wurde entfernt. Diese Klarheit und Strukturiertheit des Raumes fühlt sich wunderbar an. Mein Schlaf ist wesentlich erholsamer jetzt. Und ich halte die geschaffene Ordnung. Es ist so gemütlich jetzt – dass ich an meinem Schminktisch hier sitze, bei Kerzenschein und leiser Musik und diesen Blogpost schreibe.

Weihnachtsmarkt

Die jährliche Eröffnung des Dresdner Striezelmarktes läutet für mich den Beginn der Adventszeit ein. So bald ich es einrichten kann, besuche ich den Striezelmarkt und einen der anderen, zahlreichen und wunderschönen Weihnachtsmärkte in Dresden. Ein Advent ohne Weihnachtsmarktbesuch mit kalten Füßen und von heißer Feuerzangenbowle verbrannten Zungenspitzen ist für mich kein richtiger Advent. Meet me at the next Glühwein-Stand!

Musik

Ich war im November auf zwei Konzerten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Boris Brejcha in München und Ólafur Arnalds in Dresden.

Der deutsche DJ mit der Joker-Maske: Boris Brejcha hatte seinen musikalischen Durchbruch in Europa erst im Jahr 2017. In dem Jahr bin ich auch auf seine Musik aufmerksam geworden. Seitdem hat sie einen festen Platz in meiner Musikbibliothek. Boris Brejcha selbst bezeichnet seinen Musikstil als „High-Tech Minimal Techno“.
Unser Konzertbesuch im Zenith in München ist mit einer lustigen Anekdote verbunden. Ein Mittzwanziger sprach uns an, ob er uns nach unserem Alter fragen dürfe. Er durfte. Als er erfuhr, wie alt wir sind, war er ein bisschen aus dem Häuschen. Und hielt uns für ziemlich cool. Dass wir zu dieser Musik abgehen. Dass wir auch noch gut aussehen. Hey, Vierzig ist das neue Zwanzig!

Mein zweiter Konzertbesuch im November war ein episches Ereignis für mich. Ich konnte den höchst talentierten Pianisten Ólafur Arnalds im Kulturpalast Dresden live erleben. Ganz allein und sehr aufgeregt bin ich dorthin gegangen, saß in der zweiten Reihe, noch angeschlagen von meiner Erkältung- und habe zwei Stunden schönste Musik mit allen meinen Sinnen in mich aufgesogen.
Dieses Konzert war eine Offenbarung. Ólafur Arnalds erschafft musikalische Klangwelten, in denen ich mich träumend, weinend, sehnend, vergehend wiederfinde.
Hör‘ Dir unbedingt sein aktuelles Album „Re:member“ an! Ich liebe es. Und wünsche mir, Ólafur wieder einmal live erleben zu können. Immer wieder.

Bücher

Zum Lesen bin ich nur gekommen, weil mich die Erkältung für eine Woche auf arbeitsunfähig geschaltet hatte. Nach der dreitägigen Schlafphase folgte die viertägige Langeweile-Wände-anstarren-Phase. Also Krimi raus und schmökern.
Meine große Empfehlung für Dich: „Küstenmorde“ von Nina Ohlandt. Feiner Krimistoff mit ordentlicher Meeresbrise von Sylt und den umliegenden Inseln. Spannende Unterhaltung in Tradition von Agatha Christie.
„Küstenmorde“ ist der erste Fall für John Benthien und sein Ermittlungsteam. Zufällig bin ich auf Spotify auf „Dünengeister“ gekommen- aktueller Roman um den Nordsee-Ermittler und sein sechster Fall. Hör-Empfehlung!

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Das waren meine Highlights im November. Man kann es sich auch im gefühlt grau’sten Monat des Jahres schön und vor allem bunt machen.

Ich wünsche Dir eine wundervolle Adventszeit und hoffe, Dir hat mein Monatsrückblick gefallen.

Alles Liebe!

Deine frau zett

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