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Fasten – der Körperputz von innen

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Ob Traditionelles Heilfasten, Intervallfasten oder Saftkur – Fasten liegt im Trend. In Zeiten der körperlichen Selbstoptimierung hat das Fasten denn auch kaum mehr etwas zu tun mit dem religösen, politischen oder therapeutischen Aspekt des Nahrungsverzichtes. Gefastet wird, um möglichst schnell das Zuviel auf den Rippen loszuwerden.

Die beim morgendlichen Kaffee geborene Idee, ab heute für ein paar Tage nichts zu essen, schießt am Grundgedanken des Fastens vorbei. Fasten ist nicht gleichzusetzen mit Hungern.

Fasten sollte als ein Mittel zur Gesunderhaltung unseres Körpers und unseres Geistes angesehen werden. Denn Fasten ist Körperputz von innen.

Wie geht Fasten überhaupt? Für wen ist es überhaupt geeignet? Was sollte ich beim Fasten beachten? Kann ich mit Fasten abnehmen? Welche Auswirkungen hat es auf meinen Körper?

Im folgenden möchte ich diese Fragen für Dich klären.

Wie geht Fasten?

Es gibt verschiedene Formen des Fastens. Am verbreitesten ist das Traditionelle Heilfasten sowie das Intervallfasten (auch genannt Intermittierendes Fasten). Das Prinzip des Fastens ist jedoch bei allen Formen gleich. Über einen bestimmten Zeitraum wird teilweise oder völlig auf Nahrungsmittel verzichtet. Der Zeitraum erstreckt sich in der Regel von einem auf mehrere Tage. Während dieser Zeit sollte ebenso auf Genußmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Für wen ist Fasten geeignet?

Fasten ist im Prinzip für jeden gesunden Menschen geeignet.

Jedoch auch dem kranken Menschen kann Fasten eine Linderung seiner Beschwerden verschaffen. In der Naturheilkunde wird das Fasten erfolgreich bei chronisch kranken Menschen (u.a. Rückenschmerzen, Migräne, Darmerkrankungen) angewendet.

Auf eine Fastenkur verzichten sollten:

  • Schwangere und Stillende
  • Kinder und Jugendliche
  • Menschen mit einer Ess-Störung.

Fasten nur unter Anleitung eines Arztes oder Fasten-Therapeuten sollten:

  • Chronisch kranke Menschen
  • Menschen, die dauerhaft Medikamente einnehmen
  • Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung.

Adressen von zertifizierten Heilfasten-Therapeuten findest Du im Internet. Dein Hausarzt kann Dich sicher auch zum Thema beraten.

Was sollte ich beim Fasten beachten?

Damit das Fasten ein Erfolg wird, solltest Du einige Regeln beherzigen. Denn: Deinem Körper von jetzt auf gleich sämtliche Nahrung zu entziehen ist nicht sinnvoll.

Der Ablauf einer Fastenkur

Der Ablauf einer Fastenkur folgt in der Regel immer dem Schema:

Entlastungstag(e) – Fastentag(e) – Aufbautag(e).

Lege zunächst einen Zeitraum für das Fasten fest. Für das Fasten zu Hause ohne therapeutische Begleitung empfiehlt sich ein Zeitraum von ein bis drei Tagen. Bei längeren Fastenzeiten ist es sinnvoller, dies in professioneller Begleitung durch einen Fasten-Therapeuten zu tun.

Die Entlastungstage

Vor dem eigentlichen Fasten sollten ein bis mehrere Entlastungstage liegen. Bei drei Fastentagen zum Beispiel, plane drei Entlastungstage ein. Diese Tage sind notwendig, um Deinen Körper auf den bevorstehenden Nahrungsverzicht vorzubereiten. Beim Traditionellen Heilfasten werden vor Fastenbeginn in der Regel ausleitende Verfahren angewendet. Diese sollen den Körper bei der Reinigung von innen heraus unterstützen.

Während der Entlastungstage sollte Deine Nahrung aus leichtverdaulicher Kost bestehen. Außerdem solltest Du Deinen Flüssigkeitshaushalt täglich mit wenigstens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tees versorgen.

Die Fastentage

An den Fastentagen ernährst Du Dich ausschließlich von Gemüsebrühe, Wasser und Tee. Zumindest beim Traditionellen Heilfasten. Eine genussvollere Variante des Fastens ist eine Saftkur. Über den Tag verteilt trinkst Du verschiedene frische Säfte aus Obst und Gemüse. Selbstverständlich ohne jegliche Zusatzstoffe.

Die Aufbautage

Am Ende des Fastens steht das Fastenbrechen, eingebettet in mehrere, sogenannte Aufbautage. Aus gesundheitlicher Sicht solltest Du Deinen Körper nach dem Fasten langsam und behutsam wieder an feste Nahrung heranführen. Die Aufbautage zeichnen sich, ebenso wie die Entlastungstage, durch eine leichte, magenschonende Kost aus.

Kann ich mit Fasten abnehmen?

Fasten, um abzunehmen – diesen Zahn muss ich Dir leider ziehen. Eine Gewichtsreduktion durch Fasten ist durchaus möglich. Aber:

Die Kilos, welche die Waage nach einer Fastenkur weniger anzeigt, bestehen in erster Linie aus Wasser und Eiweiß. Unser Körper zapft bei einer Fastenkur nämlich zuerst die Kohlehydratspeicher Leber und Muskeln an. Die sind nach etwa 48 Stunden leer. Danach schaltet unser Körper um auf die Verbrennung von Eiweiß zur Energiegewinnung. Das Eiweiß holt er sich aus unseren Muskeln. Erst nach weiteren etwa 48 Stunden greift unser Körper die Fettreserven an.

Du müsstest also ziemlich lange fasten, um wirklich abzunehmen, sprich Körperfett loszuwerden. Was nicht ungefährlich ist. Schließlich ist auch das Fett ein überlebenswichtiger Bestandteil unseres Körpers.

Willst Du tatsächlich Dein Gewicht reduzieren, hilft Dir nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Eine Fastenkur kann jedoch als Brücke dahin genutzt werden.

Was bewirkt Fasten?

Fasten hat eine ganzheitliche Wirkung auf Körper und Geist.

Zu fasten bedeutet, sich ganz und gar auf sich selbst und die eigene Gesundheit zu konzentrieren. Sich für die Durchführung einer Fastenkur zu entscheiden, ist eine Entscheidung für die eigene Körperwahrnehmung. Das ist weniger esoterisch wie es klingen mag.

Fasten ist Körperputz von innen. Sowohl physisch als auch mental.

Die gesundheitsfördernden Effekte des Fastens

  • der gesamte Organismus wird entgiftet
  • das Bindegewebe wird entwässert („entschlackt“)
  • die Muskulatur entspannt sich
  • Hautirritationen werden gelindert
  • der Geist kommt zur Ruhe
  • die Wahrnehmung aller Sinne verstärkt sich

Wer regelmäßig fastet, stärkt sein Immunsystem. Und kann damit rechnen, länger zu leben.

Bei der Saftkur, wie wir sie bei der zett STYLE Frühlings-fit Team-Challenge durchführen, laden wir unseren Körper außerdem mit einer Riesenportion an lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen auf.

Ich fasse zusammen:

Fasten bringt Deinen Körper und Geist runter. Es kann Dir, bei sachgerechter Durchführung, einen großen Schub an positiver Lebensenergie zu geben.

Hast Du schon einmal gefastet? Oder willst Du Fasten einmal für Dich ausprobieren? Ich freue mich auf Erfahrungsaustausch in den Kommentaren.


Quellen:

Michalsen, Andreas. 2017. Heilen mit der Kraft der Natur. 10. Aufl. Berlin: Insel Verlag.

Lützner, Hellmut. 2013. Wie neugeboren durch Fasten. 1. Aufl. München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Katja,

    da ist Dir ein sehr interessanter und informativer Artikel rund um das Fasten gelungen. Persönlich sehe ich das Fasten positiv für mich. Mal sehen, ob ich in den kommenden Wochen dazu komme.

    Beste Grüße. Ralph

    Antworten
    • Katja Zielinski
      18. März 2018 8:54

      Hallo Ralph,

      vielen Dank für Dein positives Feedback.
      Ich wünsche Dir viel Erfolg und auch Durchhaltevermögen, solltest Du eine Fastenkur für Dich ausprobieren. Auf jeden Fall wäre ich dann sehr an Deiner persönlichen Erfahrung damit interessiert.

      Herzliche Grüße!
      Katja

      Antworten

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