BlogMas: 19. Dezember. Fit, fitter, sportsüchtig

Fit, fitter, sportsüchtig. An den vergangenen beiden Donnerstagen habe ich Dir davon berichtet, wie aus meiner Begeisterung für Fitness und gesunden Lifestyle eine Sport-Sucht entstanden ist.

Oh Mann, es ist Dezember, es ist Adventszeit – warum schreibt sie nicht über besinnliche, fröhliche Themen?
Mache ich. Doch ohne Schatten kein Licht. Ohne Nacht kein Tag. Ohne Tal kein Berg. Und Weihnachten ist das Fest der Liebe. Vor allem der Nächstenliebe. Die Liebe für uns selbst kommt da nach meinem Geschmack zu kurz.

Mangelnde Selbstliebe war einer meiner großen Antreiber beim Sport. Ich konnte mich selbst nur noch mögen, wenn ich möglichst hohe sportliche Ziele erreichte.

Mein Sixpack war mein Liebesbeweis an mich.

Meine Sport-Sucht und ihre Folgen

Meine Sport-Sucht und damit meine Selbstzerstörung hatten richtig Fahrt aufgenommen. Bis ich eines Tages zusammengebrochen bin.

Von diesem Tag an hatte ich Angst.

Dieser Fitness- und Gesundheits-Wahn hatte mir eine Panik-Störung eingebrockt.

Darüber will ich reden.
Einerseits über das medizinische Bild der Panik-Störung.
Andererseits über das, was hinter der krankhaften Angst steckt.

Den Blogpost „Hallo Angst – Ich habe eine Panik-Störung“ hatte ich im Februar 2019 veröffentlicht. Zu dem Zeitpunkt hatte meine Angst nach anderthalb Jahren Ruhe mal wieder kurz vorbeigeschaut.

In 2019 hatte ich mehrere kleine Begegnungen mit meiner Angst.
Sie kommt immer in Zeiten großer Auslastung zu mir. Wie ein guter Freund setzt sie sich dann auf die Kante von Tisch, Stuhl oder Bett und schaut mir freundlich entgegen. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr vor der Angst. Ich begrüße sie, lasse sie gewähren und irgendwann zieht sie wieder von dannen. Ich bin meiner Angst langweilig geworden.

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Meine persönliche Erkenntnis

Selbstliebe ist auch in Zeiten von Achtsamkeit und Selbstoptimierung noch immer nicht en vogue.

Es ist nicht normal, dass wir uns 24/7 den Kopf darüber zerbrechen, ob und in welchem Maß wir einer Norm entsprechen.
Wir behandeln uns in Gedanken so schlecht wie wir unsere Familienmitglieder oder Freunde höchstwahrscheinlich nicht behandeln würden. Und da geht es nicht mehr nur um Äußerlichkeiten. Mittlerweile hat der Trend zur Selbstoptimierung die physische Ebene verlassen und widmet sich ausschweifend unserer Psyche. Sogenannte Lifestyle-Coaches vermitteln uns mit ihren selbstentwickelten Mindset-Methoden die Einfachheit der Erlangung eines schönen und allseits beliebten Geistes.

Boah, ehrlich, ich krieg‘ die Krise!

Die mögen alle die besten Absichten haben. Aber hey! Was ist los mit uns?
Wann haben wir aufgehört, auf uns selbst zu hören und auf uns selbst zu VERTRAUEN?
Warum lassen wir uns so leicht von uns selbst ablenken?
Mit welchem Recht sprechen wir uns den eigenen Wert ab?

Alles Fragen, die ich mir (nicht nur) im Verlauf meiner Verhaltenstherapie zur Bewältigung meiner Panik-Störung gestellt habe.

Willst Du meine Antwort wissen?

Es ist alles schon da. Alles ist bereits in mir. Ich bin ziemlich gut konstruiert so im Großen und Ganzen. Der Rest ist wie bei meiner Wohnung. Ich liebe alles darin. Von Zeit zu Zeit nervt mich eine Kleinigkeit. Dann kann ich einiges tun: die Farbe ändern, die Möbel umstellen, neu dekorieren. Aber die Basis bleibt gleich. Weil ich diese liebe. Und wertschätze. Ein komplettes Make over oder gar ein Umzug würden aus der nervigen Kleinigkeit ein riesiges Problem machen. Im schlimmsten Fall Chaos und eine Dauer-Baustelle.
So habe ich es erlebt. Und so weit will ich es nie wieder kommen lassen.

Für diese Erkenntnis brauche ich keinen Guru. Du auch nicht.

SEI! DU!

Deine frau zett

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